Daniel Barenboim: „Hass verringern!“

Mauern-einreißen durch Musik?

Daniel Barenboim (Vienna Concerts, Foto: WikiMedia)
Daniel Barenboim (Vienna Concerts, Foto: WikiMedia)
Daniel Barenboim (Vienna Concerts, Foto: WikiMedia)
Daniel Barenboim (Vienna Concerts, Foto: WikiMedia)

„Wir können nur den Hass verringern“ – so der Titel einer bewegenden Doku von 2004, gesendet u. a. auf ARTE . Wer sich durch den täglichen Nachrichten-Sumpf und medialen Overkill aus Krieg, Krisen, Korruption und Chaos nicht vollständig in die Depression treiben lassen will, dem sei diese Mut machende Dokumentation über die intensive Arbeit und die mitreißenden Konzerte des „West-Eastern Divan Orchestra“ ans Herz gelegt. Junge israelische und arabische Musiker spielen gemeinsam in einem Orchester, das Daniel Barenboim  mit seinem Freund Edward Said (2003 an Leukämie gestorben) gegründet hat und trotz vieler Widerstände durch eine Stiftung unterstützt.

Aufwühlend: das Zustandekommen des Konzerts 2005 im palästinensischen Ramallah, das in zahlreichen Ländern live im TV übertragen wurde. Die vielen bewegenden Diskussionen der Musiker über das, was sie trennt und das, was sie verbindet, sind ein eindrucksvolles Lehrstück darüber, wie man Mauern einreißen könnte. Aber vielleicht erhoffen sich manche Regierungen und Institutionen ja durch den Mauer-Bau größere Gewinne… Oder setzt „Mauern-Einreißen“ schlichtweg mehr Grips voraus? Darüber wollen wir mal nachdenken… (Die Doku ist bei ARTE auf DVD erhältlich)

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